Der Kopfschutz auf der Baustelle rettet jährlich Leben

Obwohl der Kopfschutz schon seit Jahren gesetzlich auf jeder Baustelle vorgeschrieben ist, gibt es immer wieder Fälle von schwersten Kopfverletzungen. Faulheit und Vergesslichkeit können das Leben kosten.

Auf einer Baustelle sollte man erwarten können, dass sich jeder der Gefahr bewusst ist, mit der er es jeden Tag zu tun hat. Eisenstangen, die von einem Kran in Kopfhöhe bewegt werden oder Holzbretter, die noch nicht befestigt wurden, sind nur zwei der gängigsten Gefahren. Am gefährlichsten sind diese Gefahren für den Kopf. Ohne zusätzlichen Schutz besteht er nur aus Knochen, die mit einer Dicke von wenigen Millimetern das Gehirn schützen. Bei einem Zusammenstoß mit einer Eisenstange wären die Knochen ziemlich hilflos. Noch bevor der Verletzte überhaupt bemerkt, was mit ihm geschieht, ist die Schädeldecke bereits gebrochen. Aus diesem Grund ist der Kopfschutz auf der Baustelle auch selbstverständlich. Beim Betreten der Baustelle wird er aufgesetzt und erst wieder vom Kopf genommen, wenn man außerhalb der Gefahrenzone ist. Selbst der Gang auf die Toilette wird von vielen mit Kopfschutz getätigt. Vorsicht ist das oberste Gebot.

Besonders gefährdet sind auf einer Baustelle Lehrlinge. Sie unterschätzen oft die Gefahr oder wollen sie nicht wahrhaben. Am ersten Arbeitstag muss jeder Lehrling ein Sicherheitstraining absolvieren. Lehrfilme und die warnenden Worte der Kollegen sollen zu selbstständigem Denken anregen. Oft werden Warnungen in den Wind geschossen. Bei heißem Wetter ist es wesentlich angenehmer, ohne lästige Kopfbedeckung zu arbeiten. Der Helm wird für einige Minuten abgesetzt. Wenn man Glück hat, zieht dieses unüberlegte Verhalten nur eine schmerzhafte Beule nach sich. Doch auch Besucher scheinen manchmal die Gefahr nicht sehen zu wollen. Tödliches Beispiel dafür war ein Betriebsleiter, der die Baustelle seines neuen Supermarktes besichtigen wollte. Da er im Anschluss noch ein wichtiges Meeting hatte, verzichtete er auf den Helm, da er nicht seine Frisur zerstören wollte. Ein Brett löste sich in 30 Meter Höhe und fiel ungebremst auf den Kopf des Betriebsleiters.

Helme schützen und sind deshalb ein absolutes Muss auf jeder Baustelle. Die Vorschrift zum Tragen eines Kopfschutzes wäre eigentlich nicht nötig, wenn jeder selbstständig mitdenken und Gefahren richtig einschätzen würde.