In vielen Gärten findet man Buchsbäume und Buchsbaum schneiden kann einem Gärtner sehr viel Freude machen. Der Kreativität und der Phantasie sind hier praktisch keine Grenzen gesetzt.
Wer die historischen Gärten der Welt besucht, dem werden die wunderbar beschnittenen Buchsbäume auffallen. Die Gärtner der früheren Jahrhunderte haben sie in kunstvolle Formen geschnitten und so mit der Zeit richtige Skulpturengärten geschaffen. So mancher Hobbygärtner wird davon inspiriert und möchte selbst auch solche Kunstwerke erschaffen.
Einen Buchsbaum schneiden ist nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Mit dem richtigen Werkzeug und der richtigen Technik kann jeder aus einem unscheinbaren Gewächs etwas Besonderes zaubern. Der Buchsbaum ist ein sehr langsam wachsendes Gehölz, das durch seine kleinen Blätter und seine biegsamen Jungtriebe für den Formschnitt sehr gut geeignet ist. Im Fachhandel sind Schnittformen erhältlich, die man über die Pflanze stülpt und bei der man einfach alles Überstehende abschneidet. So entstehen kleine Figuren wie Tiere oder geometrische Formen wie Kugeln oder Pyramiden. Diese müssen dann nur noch in Form gehalten werden, indem alles, was nachwächst immer wieder gestutzt wird. Für den Schnitt gibt es eine spezielle Buchsbaumschere, die immer gut geschärft sein sollte. Es sind aber auch Elektrogeräte wie kleine Heckenscheren im Handel erhältlich. Diese sind kleiner als ihre großen Vorbilder, aber sie leisten ebenso gute Dienste.
Wann sollte man den Buchsbaum schneiden? Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass man im Frühsommer schneiden sollte. Falls erforderlich, kann noch ein Nachschnitt im August erfolgen. Später sollte der Buchsbaum nicht mehr geschnitten werden, weil sonst Winterschäden zu erwarten sind. Für den Schnitt sucht sich der Gärtner einen nicht zu heißen und am besten bedeckten Tag aus. So kann die Sonne die Schnittstellen nicht verbrennen und die Blätter werden dann nicht braun. Wenn das nicht möglich ist, macht es Sinn, die Pflanze in den Schatten zu stellen oder sie mit einem Tuch zu bedecken. Der Schnitt verlangt ein bisschen Übung, aber mit ein wenig Geduld lassen sich wunderbare Ergebnisse erzielen. Da die Jungtriebe sehr biegsam sind, kann so fast jede Form aus der Pflanze herausgearbeitet werden.